Edith, geboren 1950
Als was sehe ich mich?
Kein Schema passt.
Wie nennt man jemanden, der malt,
(früher auf und an allem, was bemalbar war), schreibt, fotografiert,
formt und baut, strickt und häkelt, Geschichte liebt und lernt,
und ständig an neuen
künstlerischen Möglichkeiten interessiert ist?
Allrounderin? Ich weiß es nicht.
Was ich nicht aushalte, ist Druck, in jeglicher Form, oder Vorgaben, wie: mach das oder das...
dann arbeite ich garantiert nichts oder mache das Gegenteil.
Aufgewachsen bin ich im Lager Thalham, später lebten wir in St.Georgen, wo ich beide Schulen und
auch meine Lehre als Drogistin abschloss. Danach 1 Jahr Vöcklabruck, dann 6 Jahre Ötztal,
München, Imst und wieder St.Georgen.
1976 kam ich mit meinem Baby nach O.Ö. zurück, war über drei Jahre in Mutterschutz, dann 9 Monate
Kleiderfabrik und dann Wechsel in eine Keramik, für 7 Jahre.
Ab da arbeitete ich im Holzfach, Handwerk war meines.
1987/88 begann ich selbst mit Büchern Malen zu lernen,
malte zuerst Aquarelle, dann der Besuch einiger Volkshochschul-Malkurse.
Glasmalkurse und Seidenmalkurse habe ich besucht, es gelernt und gleich selbst bei der VHS gegeben.
Ich brachte mir Seiden-, Theater-Kulissen-, Glas- und Stoffmalerei und mehr, bei. Ich malte etliche, große
Theaterkulissen von einigen Bühnen, meist auch nach meinen eigenen Ideen.
Ich hatte regional viele Ausstellungen, außerdem tausende gedruckte Ansichtskarten, Billetts und auch
Kalender, meist mit heimatlichen Motiven.
Was an mir anders ist, ich arbeitete und arbeite vorwiegend alleine, war nie in Künstlergruppen.
2003 kam mein erstes selbst verlegtes Buch "Lagerkind, Aufwachsen im Lager Thalham" heraus.
Ab da begann ich auch verstärkt digital zu fotografieren.
ab 2008 sammelte ich alte Fotografien vom Attergau, es entwickelte sich die Idee für ein Buch.
St. Georgen, Attergau, Attersee, Geschichten, Ansichten, Aussichten
3 lange Jahre ließ ich mir von meist betagteren Menschen unserer Heimat von ihrem
Leben erzählen, sammelte tausende Fotos und schrieb alles nieder.
2011 ist es erschienen, es ist jedoch schon lange vergriffen.
Online kann man es nun aber hier, auf meiner Homepage, lesen!
Mit einem ersteigerten, leerem Puppenhaus kam ich zu Miniaturen, zu Fimo und mehr. Ich begann Miniaturen zu bauen.
Im Juni 2014 fand meine erste Miniaturen Ausstellung statt. Danach machte ich gesundheitsbedingt eine Pause.
danach ist das Interesse daran, neu zu beginnen, verflogen.
Der Großteil der Miniaturkästen befindet sich nun im Haus der Kultur, da ich sie alle der Gemeinde St.Georgen
vermacht habe, hoffe, dass man eine Weg findet, sie der Öffentlichkeit zugängig zu machen.
BUBU Blaubär entstand um 2016, ein gestrickter blauer Bär, mit seinem Auto und seinen Freunden. Davon gibt es kleine
und auch einige große Fotobücher, mit den Geschichten, die der kleine Bär erlebte.
Zu sehen in meinem Blog. https://www.edith-kudlovic.at/_blog/2016/10/.
Papiertechnik interessiert mich, allerdings schaffe ich nur einfache Werke, zu sehen unter Pop-ups https://www.edith-kudlovic.at/neuigkeiten_popup_aus_papier.html.
Blätter( von Bäumen) bemalen ist spannend, man hat nicht viel Platz und Möglichkeiten, das mag ich!
Moosbilder habe ich auch gemacht, aber das Verständnis von Betrachterinnen/ern dafür war zu gering,
so ließ ich es wieder.
Im Moment arbeite ich wieder mit Farbstiften und Finelinern, aber eher, um mein unfangreiches Repertoire an
Material zu vermindern.
Und, ich liebe den Attergau, hier bin ich aufgewachsen und mit der Gegend innig zusammen gewachsen!
Was sich in fast allen meinen Werken bemerkbar macht!
Edith Kudlovic